THG-Prämie 2026 rechnen
Betrag des Anbieters, Fahrzeugklasse und Jahre eingeben: Der Rechner zeigt, was die THG-Quote Ihres Elektroautos insgesamt bringt und welche Strommenge dahintersteht.
Nachgerechnet von Radif Partners · Redaktionsgrundsätze · So rechnen wir
THG-Prämie insgesamt
900 €
300 € je Jahr
| Schätzwert je Fahrzeug und Jahr | 2.000 kWh |
|---|---|
| Angerechnet (dreifach) | 6.000 kWh |
| Wer beantragen darf | Halter laut Fahrzeugschein |
| Meldung an das UBA bis | 28. Februar des Folgejahres |
Schätzung mit dem Betrag, den Sie eingeben; die THG-Prämie ist ein Marktpreis und keine staatliche Leistung. So rechnen wir
Rechenweg Schritt für Schritt
- Schätzwert je Pkw: 2.000 kWh im Jahr, ohne Nachweis des tatsächlichen Verbrauchs (Bekanntmachung des Umweltbundesamts).
- Auf die Quote der Mineralölwirtschaft zählt Strom 3-fach: 6.000 kWh. Diese Menge kauft ein Quotenpflichtiger über den Anbieter.
- Auszahlung: (300 € − 0 € Gebühr) × 1 Fahrzeug(e) × 3 Jahr(e) = 900 €.
Die THG-Prämie ist Geld, das Halter reiner Elektroautos jedes Jahr für ihre Treibhausgasquote bekommen. Die Grundlage ist die 38. Bundes-Immissionsschutzverordnung: Unternehmen, die Benzin und Diesel verkaufen, müssen ihre Emissionen mindern und dürfen dafür Strom aus Elektrofahrzeugen anrechnen, und zwar 3-fach. Für einen Pkw ohne gemessenen Verbrauch setzt das Umweltbundesamt pauschal 2.000 kWh im Jahr an, für einen leichten Transporter 3.000 kWh. Was ein Anbieter dafür zahlt, legt kein Gesetz fest, sondern der Markt: Im Oktober 2026 lagen die Angebote nach Finanztip über 300 € auch ohne Bonus und mit Bonus bei bis zu 350 €. Über drei Jahre ergibt das 900 € bis 1.050 €. Beantragen darf nur der Halter laut Fahrzeugschein, ein Plug-in-Hybrid kann den Schätzwert nicht nutzen, und die Anbieter schließen ihre Annahme oft lange vor der gesetzlichen Meldefrist am 28. Februar des Folgejahres.
Woher das Geld kommt
Die THG-Prämie ist keine staatliche Leistung. Unternehmen, die Kraftstoffe in Verkehr bringen, müssen die Treibhausgasemissionen ihrer Produkte jedes Jahr um einen gesetzlichen Prozentsatz mindern. Schaffen sie das nicht selbst, kaufen sie Minderungen zu, unter anderem aus Strom, der in Elektrofahrzeugen getankt wurde. Die 38. BImSchV regelt, wie dieser Strom angerechnet wird, das Umweltbundesamt bescheinigt die Mengen, und die bescheinigte Menge wird einem Pflichtigen auf seine Quote angerechnet. Zwischen dem Halter eines Elektroautos und dem Mineralölunternehmen steht ein Anbieter, der viele Fahrzeuge bündelt, die Bescheinigung beantragt und die Quote weiterverkauft. Von dem Erlös zahlt er Ihnen einen Teil aus: das ist die THG-Prämie.
Die Strommenge hinter der Prämie
Gemessen wird bei Privatleuten nichts. Für jedes reine Elektrofahrzeug ohne öffentlichen Ladepunkt setzt das Umweltbundesamt einen Schätzwert an: 2.000 kWh im Jahr für einen Pkw der Klasse M1, 3.000 kWh für ein leichtes Nutzfahrzeug der Klasse N1. Weil Strom auf die Quote 3-fach zählt, stehen hinter einem Pkw 6.000 kWh, hinter einem Transporter 9.000 kWh. Ob Sie viel oder wenig fahren, ob Sie zu Hause oder unterwegs laden, spielt für diese Pauschale keine Rolle.
| Fahrzeug | Schätzwert | Angerechnet | Prämie bei 300 € je Pkw-Jahr |
|---|---|---|---|
| Elektro-Pkw (M1) | 2.000 kWh | 6.000 kWh | 300 € |
| Elektro-Transporter (N1) | 3.000 kWh | 9.000 kWh | Angebot je Klasse |
Für Transporter verlangen Anbieter eigene Preise; den Pkw-Betrag einfach hochzurechnen wäre eine Vermutung. Geben Sie im Rechner das Angebot ein, das Sie für Ihre Fahrzeugklasse bekommen.
Was der Markt im Oktober 2026 zahlt
Der Vergleich von Finanztip nannte am 14. Oktober 2026 Angebote über 300 € auch ohne Bonus und bis zu 350 € mit Bonusaktion; der ADAC spricht für 2026 von über 300 €. Ältere Zahlen, die in Ratgebern noch stehen, etwa 260 €, beschreiben einen früheren Stand. Der Preis hängt davon ab, wie viele Quoten am Markt sind und was die Pflichtigen zahlen müssen, wenn sie ihre Pflicht verfehlen. Er kann im Lauf eines Jahres fallen oder steigen.
| Annahme | Ein Jahr | Drei Jahre |
|---|---|---|
| 300 € je Jahr, ohne Gebühr | 300 € | 900 € |
| 350 € je Jahr, mit Bonus | 350 € | 1.050 € |
| 300 € je Jahr, 30 € Gebühr | 270 € | 810 € |
| Fünf Pkw, 300 € je Fahrzeug | 1.500 € | 4.500 € |
Drei Jahre sind hier gewählt, weil die E-Auto-Förderung eine Haltedauer von 36 Monaten verlangt; wer das Auto so lange behält, kann in dieser Zeit drei Quotenjahre verkaufen, wenn die Zulassung früh im Jahr liegt.
Festpreis oder Auszahlung nach Erlös
Anbieter arbeiten mit zwei Modellen. Beim Festpreis steht der Betrag fest, sobald Sie Ihren Fahrzeugschein hochladen, und wird nach der Bescheinigung durch das Umweltbundesamt gezahlt. Beim variablen Modell zahlt der Anbieter, was er beim Verkauf der gebündelten Quoten tatsächlich erzielt, abzüglich seines Anteils; das kann mehr oder weniger sein als ein Festpreis, und das Geld kommt später. Achten Sie auf drei Dinge: ob eine Gebühr oder Provision abgezogen wird, ob der Betrag je Kalenderjahr gilt oder einmalig ist, und bis wann der Anbieter Anträge für das laufende Jahr annimmt. Das Umweltbundesamt erhebt seit dem 17. April 2026 Gebühren für die Bescheinigung; sie tragen die Anbieter, die sie in ihre Preise einrechnen.
Wer beantragen darf
Berechtigt ist der Halter, also die Person oder Firma, die in der Zulassungsbescheinigung Teil I steht. Das ist beim Kauf in aller Regel der Käufer. Beim Leasing kommt es darauf an, wer eingetragen ist; bei privatem Leasing meistens der Leasingnehmer. Für einen Dienstwagen, den die Firma zulässt, kann nur die Firma verkaufen. Je Fahrzeug und Jahr ist der Verkauf einmal möglich. Wechselt das Auto im Lauf des Jahres den Halter, kann für dieses Jahr nur einer die Quote nutzen; wer ein gebrauchtes Elektroauto kauft, sollte nachfragen, ob der Vorbesitzer sie schon verkauft hat.
Die Termine eines Quotenjahres
- Das Quotenjahr ist das Kalenderjahr. Ein Auto, das im November 2026 zugelassen wird, kann für 2026 noch verkauft werden, wenn der Anbieter es annimmt.
- Der Anbieter meldet die Fahrzeuge beim Umweltbundesamt, gesetzlich bis zum 28. Februar des Folgejahres. Am 12. Oktober 2026 bearbeitete das Amt Anträge für 2026, die seit dem 6. August 2026 eingegangen waren (Umweltbundesamt).
- Nach der Bescheinigung verkauft der Anbieter die Quote und zahlt aus, beim Festpreis meist innerhalb weniger Wochen.
Fehler, die eine Auszahlung verzögern
Die meisten Verzögerungen haben einfache Gründe. Das hochgeladene Foto des Fahrzeugscheins ist unscharf oder abgeschnitten, sodass Halter, Fahrzeugklasse oder Fahrzeug-Identifizierungsnummer nicht lesbar sind. Der Name im Kundenkonto passt nicht zum Halter im Schein, etwa weil das Auto auf den Partner zugelassen ist. Das Fahrzeug wurde für dasselbe Jahr schon bei einem zweiten Anbieter angemeldet, was das Umweltbundesamt ablehnt. Oder die Antriebsart im Schein lautet nicht auf reinen Elektroantrieb. Wer vor dem Hochladen diese vier Punkte prüft, spart meist Wochen. Nach einem Halterwechsel, einer Ummeldung in einen anderen Zulassungsbezirk oder einem neuen Kennzeichen gilt der neue Schein; der alte genügt dann nicht mehr.
Die Prämie im Rechner
Der Rechner oben multipliziert das Angebot Ihres Anbieters mit der Zahl der Jahre und Fahrzeuge und zieht eine Gebühr ab, wenn Sie eine eingeben. Er zeigt daneben die Strommenge, für die Sie bezahlt werden. Er sagt nicht voraus, was ein Anbieter 2027 zahlen wird: Ein Marktpreis lässt sich nicht fortschreiben, und für spätere Jahre gibt es nur angekündigte Änderungen am Gesetz, keine festen Beträge.
THG-Prämie, Förderung und Kfz-Steuer zusammen
Die drei Vorteile eines Elektroautos haben nichts miteinander zu tun und schließen sich nicht aus. Die E-Auto-Förderung ist ein einmaliger Zuschuss, der vom Haushaltseinkommen abhängt; die THG-Prämie ist ein jährlicher Verkaufserlös für jeden Halter, unabhängig vom Einkommen; die Befreiung von der Kfz-Steuer gilt für jedes Elektroauto mit Erstzulassung bis 31. Dezember 2030. Für einen Haushalt in der ersten Stufe ohne Kind kommen so 5.000 € Förderung und, mit den Werten vom Oktober, rund 900 € THG-Prämie in drei Jahren zusammen. Die Steuer rechnet der Kfz-Steuer-Rechner, die Förderung der Prämienrechner. Die Regeln der Quote selbst, die Gesetzesänderung von 2026 und die Rolle des Umweltbundesamts erklärt THG-Quote 2026.